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Was sind zusammengefasst die Folgen der Vasektomie?

Bei der Vasektomie werden ausschließlich die Samenleiter durchtrennt. Da die Samenleiter als Transportweg für die Samenzellen dienen, bedeutet dies, dass jene Samenzellen nach dem Eingriff nicht mehr in die Samenflüssigkeit gelangen. Wichtig ist es, die Vasektomie klar von einer Kastration (Entfernung der Hoden) zu unterscheiden. Die Hoden werden bei der Sterilisation des Mannes nicht entfernt. Es sind daher keine Veränderungen an Penis oder Hoden zu erwarten, sämtliche sexuellen und hormonellen Funktionen werden unverändert aufrechterhalten. Dazu zählen u.a. das Interesse an Sexualität (Libido) oder die Körperbehaarung. Es gibt sogar Studiendaten, die darauf hinweisen, dass die sexuelle Zufriedenheit der Männer nach einer Sterilisation verbessert sein kann. Vermutlich ist das mit der fehlenden Sorge vor ungewollten Schwangerschaften zu erklären. Es wird nach einer Vasektomie weiterhin Samenflüssigkeit produziert. Erektionen und Ejakulationen finden weiterhin statt.

Die Folge einer Vasektomie - und somit der einzige Unterschied zum Zustand vor der Vasektomie - ist der, dass nun keine Samenzellen/Spermien im Ejakulat mehr vorhanden sind. Dieser Unterschied ist für den Mann bzw. das Paar allerdings nicht zu sehen oder zu spüren, da das Sperma zum größten Teil aus Prostatasekret besteht, das als Träger der Samenzellen dient. Der Anteil der Samenzellen ist so gering (ca. 5 – 10%) dass die fehlende Menge nicht spürbar ist.

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Autor der Texte auf dem Portal:
Priv.-Doz. Dr. med. Tobias Engl - Facharzt für Urologie
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