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Wie hoch sind die Kosten für eine Vasektomie?

Die Gesamtkosten für eine Sterilisation des Mannes liegen in Deutschland zwischen 400 und 600 Euro. Ein Grundbetrag für die reine Operation richtet sich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ), die weiteren Komponenten können je nach Arztpraxis variieren und sind schwer pauschal festzulegen. Zusammengesetzt sind die Gesamtkosten folgendermaßen:

Beratung und körperliche Untersuchung
Das persönliche Beratungsgespräch dient einerseits dazu den Patienten kennenzulernen und einzuschätzen, ob eine Vasektomie geeignet ist und andererseits dazu eine körperliche Untersuchung durchzuführen. Für den ersten Teil erhält der Patient in der Regel einen Fragebogen, den er ausfüllen sollte. Außerdem wird ihm die Gelegenheit gegeben alle Fragen zum Prozess zu stellen. Bei der körperlichen Untersuchung kann der Arzt feststellen, ob die Samenleiter gut aufzufinden sind und alle körperlichen Kriterien erfüllt werden, damit eine Vasektomie infrage kommt.

Blutabnahme
Es wird entweder bereits beim Beratungsgespräch oder zu einem separaten Termin Blut des Patienten abgenommen. Vor einer anstehenden Operation ist das sinnvoll, damit man die Gerinnungswerte im Blut bestimmen kann. Es kann auf diese Weise eine Gerinnungsstörung des Patienten vor der OP ausgeschlossen werden.

Operation
Die eigentliche Vasektomie setzt sich aus der Narkose und dem operativen Eingriff zusammen. Normalerweise genügt es den Patienten lokal, d.h. am Skrotum, zu betäuben. Wünscht der Patient eine Vollnarkose ist auch diese möglich. Dadurch erhöhen sich die Kosten allerdings. Für die Durchtrennung der Samenleiter wird die Haut am Hodensack eröffnet, die Samenleiter freigelegt, durchtrennt, die dadurch entstandenen Enden werden undurchlässig gemacht und die Öffnung der Haut wird wieder sauber verschlossen. Je nach dem, welche OP-Methode angewendet wird – es stehen die klassische Methode und die No-Scalpel-Vasektomie zur Verfügung – können sich auch hier die Kosten unterscheiden.

Nachkontrolle und Spermiogramme
In den meisten Fällen werden zwei Termine zur Nachkontrolle gemacht. Es wird bei den Untersuchungen kontrolliert, ob die Operationswunde gut verheilt ist. Darüber hinaus wird mit einer frischen Probe des Ejakulats ein Spermiogramm angefertigt. Mithilfe dessen kann im Labor festgestellt werden, ob sich noch intakte (also befruchtungsfähige) Samenzellen im Ejakulat befinden. Die zweite Nachuntersuchung ist notwendig, wenn beim ersten Spermiogramm noch Samenzellen nachgewiesen werden konnten.

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Autor: Dirk Sadrinna