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Vasektomie/​Sterilisation beim Mann - Alle Infos auf einem Portal



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Wenn die Familienplanung abgeschlossen ist …

Ist die Familienplanung abgeschlossen und es besteht kein Kinderwunsch mehr, denken Paare über die nun möglichen Verhütungsmethoden nach. In dieser Situation gibt es verschiedene Möglichkeiten der Verhütung. Auf vasektomie-experten.de wird die Vasektomie, also die Sterilisation beim Mann, als Verhütungsmethode vorgestellt.

In Deutschland entscheiden sich jährlich etwa 55.000 Männer für die Vasektomie bzw. Sterilisation. Dieser relativ kleine chirurgische Eingriff ist verglichen mit anderen Verhütungsmethoden eine kostengünstige und sehr sichere Verhütungsalternative. Für die Partnerin hat sie den Vorteil, dass diese den hormonellen Belastungen der Antibabypille nicht mehr ausgesetzt ist. Der Mann (bzw. das Paar) sollte sicher sein, dass die Familienplanung wirklich abgeschlossen ist, nur dann ist die Vasektomie empfehlenswert. Denn das Rückgängigmachen einer Vasektomie (Refertilisation oder Vasovasostomie) ist zwar möglich, doch dieser Eingriff ist sehr aufwendig und der Erfolg ist ungewiss.

Verhütung durch den Mann - Infos zum Eingriff

Vasektomie und Sterilisation beim Mann …

Die Vasektomie ist verglichen mit der Sterilisation der Frau ein kleinerer Eingriff, der weniger Zeit in Anspruch nimmt und bei dem weniger Komplikationen auftreten können. Die Sterilisation der Frau ist ein Eingriff in der Bauchhöhle, während bei der Vasektomie lediglich die Haut des Hodensacks ein kleines Stück eröffnet wird.

Durch die Sterilisation des Mannes wird das Ziel erreicht, den "Transportweg" der Spermien zu unterbrechen. Das geschieht mit einer Durchtrennung der Samenleiter. Um an den Samenleiter zu gelangen, wird die Haut eröffnet. Hier reicht eine kleine Öffnung von ca. 0,5 cm - 1 cm Länge. Insgesamt kann die Vasektomie als ein risikoarmer Eingriff bezeichnet werden (die Komplikationsraten sind sehr gering). Dennoch gibt es gewisse Risiken - über diese können sich interessierte Männer und Paare auf vasektomie-experten.de informieren.

Experten-Portal

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Das Vasektomie-Experten-Portal stellt interessierten Männern und Paaren alle wichtigen und wissenswerten Informationen rund um das Thema Sterilisation des Mannes zur Verfügung. Man kann sich auf diesen Seiten kostenfrei und ausführlich zum Thema belesen. Es werden Fachärzte vorgestellt, die die Sterilisation des Mannes im Rahmen ihres Leistungsspektrums anbieten. Die Urologen, die Mitglieder des Portals sind, repräsentieren eine Stadt bzw. eine Region und werden hier für potentielle Patienten vorgestellt. Besucher der Seite können die Kontaktinformationen der Ärzte einsehen und auf so direkt Kontakt zu ihnen aufnehmen.

Die Urologen (Vasektomie-Experten) stehen für medizinische Fragen oder zur Vereinbarung von Beratungsterminen gerne zur Verfügung. Wer sich einen Facharzt des Vasektomie-Portals aussucht, wählt einen Arzt mit großer Erfahrung bei der Durchführung einer Vasektomie. Deutschlandweit hat sich Vasektomie-Experten.de bereits etabliert und deckt mit der großen Anzahl an Standorten alle wichtigen Städte in Deutschland ab. Das Ziel ist es schließlich, jedem Interessierten einen kompetenten Urologen in möglichst kurzer Entfernung vorzustellen und damit lange Anfahrtswege zu vermeiden.


Vorstellung einiger Vasektomie-Experten


Schnelleinstieg mit kurzen Infos zur Sterilisation von Männern

Die Verhütung durch die Sterilisation des Mannes

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten der Verhütung. Für den Mann wird man wohl zunächst an die Benutzung eines Kondoms denken. Bei der Frau wird einem vermutlich die Pille einfallen. Eine Sterilisation des Mannes wird einem unter Umständen nicht gleich in den Sinn kommen, kann aber insbesondere für Paare eine Alternative darstellen, die bereits die Familienplanung abgeschlossen haben. Die Sterilisation bei Männern wird in Deutschland immer beliebter. Nach neuesten Zahlen lassen sich knapp 60.000 Männer jährlich sterilisieren. Eine Vasektomie ist ein relativ einfacher und unkomplizierter Eingriff. In Deutschland gibt es zahlreiche Fachärzte für Urologie, die sich auf dieses Themengebiet spezialisiert haben. Die Sterilisation des Mannes ist heute kein Tabuthema mehr und wird in den Medien ganz offen diskutiert. Die Sterilisation des Mannes wird von Fachleuten auch als Vasektomie oder Vasoresektion bezeichnet.

Worum es dabei geht

Das Portal vasektomie-experten.de möchte aufklären und die grundsätzliche Prozedur beschreiben. Es handelt sich hierbei um einen kleinen chirurgischen Eingriff, der zur Sterilität des Mannes bzw. zur dauerhaften Empfängnisverhütung führt. Bei diesem operativen Eingriff durch einen Speziallisten werden die Samenleiter beidseits unterbunden. Der Zweck dieser Operation liegt darin, dass die Samenzellen des Mannes nicht mehr in die Harnröhre gelangen können. Dadurch kann es auch nicht mehr zur Befruchtung der weiblichen Eizelle kommen. Dieser Eingriff ist dauerhaft und kann nur durch eine komplizierte und kostenaufwendige Operation rückgängig gemacht werden. Der Eingriff kann in Lokalanästhesie oder einer Kurznarkose durchgeführt und benötigt nicht viel Zeit. Es gibt zwei verschiedene Verfahren, die alternativ angewandt werden können. Zum einen gibt es die klassische Operationsmethode, bei der die Haut mit einem Skalpell über einen kleinen Schnitt geöffnet wird und zum anderen gibt es die Non-Skalpell-Vasektomie, bei der die Haut mit einem speziellen Instrument aufgedehnt wird. Der behandelnde Urologe wird seinen Patienten über die Details der Verfahren aufklären.

Wie verändert sich die Samenflüssigkeit nach der Vasektomie?

Es stellt sich die Frage, wie die Ejakulation des Mannes nach einer Vasektomie aussieht und ob man als Frau noch schwanger werden kann. Der Mann kann nach wie vor einen Samenerguss bekommen und das Lustgefühl bleibt völlig erhalten. Einzig die Zusammensetzung der Samenflüssigkeit hat sich verändert, denn sie enthält nun keine Samenzellen mehr. Das Volumen des Ejakulates ist dadurch minimal (ca. 5 Vol.%) reduziert, was nicht spürbar ist. Die Vasektomie ist die wirksamste verfügbare Verhütungsmethode, die es heutzutage gibt. Eine minimale Wahrscheinlichkeit einer ungewollten Schwangerschaft bleibt, sie ist jedoch extrem gering.

Verhütung - nur Frauenthema?

Bei abgeschlossener Familienplanung denken viele Paare über die Art der Verhütung erneut nach. Es stellt sich die Frage, ob die Verhütung ausschließlich eine Frauensache sein sollte oder ob sich ein verantwortungsvoller Mann bei abgeschlossener Familienplanung nicht auch um die Empfängnisverhütung kümmern sollte. Doch warum gibt es Männer, die beim Thema Sterilisation abgeschreckt sind und zögern? Gründe dafür sind verständlich und können u.a. sein:

  • Unwissenheit, denn einige Männer setzen die OP mit der Kastration gleich, was zwei völlig unterschiedliche Eingriffe sind und rein gar nichts miteinander zu tun haben
  • Angst, denn einige Männer denken, sie könnten bspw. ihre Potenz oder das Lustempfinden verlieren,
  • Bequemlichkeit, denn es ist einfacher, das Thema Verhütung der Frau zu überlassen.

Zudem handelt es sich um einen operativen Eingriff. Es ist völlig normal, dass eine Operation, vor allem im Intimbereich, eine Verunsicherung und Besorgnis auslöst und daher die Männer zunächst von dieser Art der Verhütung abgeschreckt sind. Die Informationen, die wir Ihnen auf unseren Seiten zur Verfügung stellen und vor allem das Beratungsgespräch beim spezialisierten Urologen werden hoffentlich mögliche Vorbehalte ausräumen und Ihre Fragen beantworten.

Doch welche Fragen interessieren Männer und Paare am häufigsten? Hier eine kleine Zusammenstellung als Schnelleinstieg ins Thema:

Vasektomie – sichere Verhütungsmethode?

Ja, die Sterilisation ist die sicherste Form der Verhütung für den Mann (bspw. im Vergleich zum Kondom). Der sogenannte Pearl-Index gibt die Sicherheit einer Verhütungsmethode an und drückt aus, wie viele Schwangerschaften auftreten, wenn 100 Paare über ein Jahr mit dieser Methode verhüten. Der Pearl-Index beim Kondom liegt bei 2-12, im Vergleich zur Vasektomie (Pearl-Index 0,1) liegt er damit wesentlich höher. Zudem ist die Sterilisation beim Mann weniger aufwendig als die Sterilisation der Frau. Wichtig ist, einen Urologen als Operateur zu wählen, welcher den Eingriff häufig durchführt. Der Erfolg eines operativen Eingriffes hängt immer auch von der Erfahrung des operierenden Facharztes ab.

Männer – Entscheidung für oder gegen die Operation?

Vor einer Vasektomie ist grundlegend die Entscheidung gefallen, keine Kinder mehr zeugen zu wollen. Das bedeutet, die Familienplanung ist definitiv abgeschlossen. Somit entscheiden sich meist Männer ab Mitte 30 für die OP, die bereits eine Familie gegründet haben. Hauptgründe sind vor allem zwei Punkte. Zum einen möchte sich der Mann oder das Paar keine Gedanken mehr über die Verhütung machen und keine Angst mehr vor ungewollten Schwangerschaften haben. Zum anderen gibt es Männer, die ihre Partnerin bei abschlossener Familienplanung entlasten möchten, so dass diese Verhütungsmittel wie bspw. die Pille nicht mehr einnehmen muss.

Es ist wünschenswert, dass der Mann das Beratungsgespräch beim Urologen zusammen mit der Partnerin besucht. Formal juristisch ist es zwar ausschließlich die Entscheidung des Mannes, ober er sich sterilisieren lassen möchte, es ist jedoch in einer intakten Beziehung unbedingt zu empfehlen, dass diese Entscheidung gemeinsam getroffen wird.  

Bei Unsicherheiten sollte entweder ein weiteres Gespräch erfolgen, um alle Fragen zu klären oder es sollte eine Zweitmeinung bei einem anderen Experten eingeholt werden oder aber die Entscheidung auch gegen eine Vasektomie getroffen werden, sofern weiterhin Unsicherheiten bestehen.

Durchführung bzw. OP-Techniken

Im Allgemeinen hat sich der Urologe auf eine Technik spezialisiert oder bietet die beiden bekanntesten Vasektomie-Techniken an. Unabhängig von der Technik wird immer das Ziel verfolgt, die beiden Samenleiter zu durchtrennen, so dass keine Spermien mehr ins Ejakulat gelangen können. Der ambulante Eingriff kann in einer kurzen Narkose oder in lokaler Betäubung erfolgen.

Folgende Operationstechniken lassen sich unterscheiden:
Im Wesentlichen unterscheiden sich die Techniken in der Art und Weise, wie die des Hodensacks eröffnet wird.
Bei der sogenannten Ligaturtechnik oder auch konventionellen Technik wird der Hodensack mit einem Schnitt mittels eines Skalpells geöffnet, um an die Samenleiter zu gelangen.

Bei der No-Scalpel-Technik wird dieser Schritt mit Hilfe einer speziellen Klemme durchgeführt. Die Haut wird punktiert und wird dann zu einem kleinen Loch aufgedehnt. Die weiteren Schritte unterscheiden sich bei den beiden Zugangswegen nicht wesentlich. Nun werden die Samenleiter durchtrennt und jeweils ein etwa 2 cm langes Stück entnommen. Die offenen Enden werden nun von innen elektrisch verödet (Fulguration), mit einem Faden zugebunden und in unterschiedliche Gewebsschichten vernäht (Faszieninterposition).

Am Ende der Operation wird die Haut mit Fadenmaterial geschlossen und kann zusammenwachsen. Bei der No-Scalpel-Vasektomie wird von einigen Operateuren darauf verzichtet, da die Haut von allein wieder zusammenwachsen kann.

Kosten der Vasektomie

Die Kosten müssen im Allgemeinen vom Patienten selbst getragen werden. Es handelt sich um eine private Wunschleistung und nicht um einen medizinisch notwendigen Eingriff. Die Kosten inkl. Vorbereitung, Eingriff und Nachsorge liegen bei etwa 400-600 Euro. Die Kosten für die Narkose können je nach örtlichen Gegebenheiten, ob der Eingriff in der Praxis oder im OP-Zentrum, in Lokalanästhesie oder Kurznarkose erfolgt, hinzukommen. Dies zu klären, ist Teil des Beratungsgesprächs.

Nachsorge bzw. die Zeit nach der OP

Allen Hinweisen des Urologen sollte der Patient Folge leisten und sich entsprechend den Anweisungen des Arztes verhalten. Schonung ist wichtig, so dass die Wundheilung optimal stattfinden kann. Es handelt sich um einen kleinen Eingriff, so dass nach ca. einer Woche der gewohnte Tagesablauf, sportliche Aktivitäten und Sex wieder uneingeschränkt möglich sind.

Nach der Operation ist alternative Verhütung weiterhin wichtig, da der Mann nicht gleich zeugungsunfähig ist. Es können bis zu 3 Monate vergehen, bis die letzte Samenzelle aus dem System gespült ist. Nach Ablauf dieser Zeit wird ein Spermiogramm durchgeführt, um definitiv nachzuweisen, dass keine beweglichen Spermien mehr im Ejakulat zu finden sind. Sollten noch Spermien nachweisbar sein, folgt ein weiteres Spermiogramm. Erst nach der Freigabe des Urologen ist der Mann zeugungsunfähig und es kann auf anderweitige Verhütung komplett verzichtet werden.

Wichtig: Bei der Vasektomie handelt es sich um eine Verhütungsmethode, sie schützt nicht vor ansteckenden Geschlechtskrankheiten.

Was sind die Konsequenzen für den Mann, nachdem der Eingriff durchgeführt wurde?

Wichtig ist hier das Beratungsgespräch beim Urologen vor dem ambulanten Eingriff. Bedenken und Ängste müssen offen besprochen werden.

Potenz, Lustempfinden, sexuelle Aktivität, Erektionsfähigkeit – all das wird durch die Vasektomie nach den bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht negativ beeinflusst, es gibt sogar Hinweise, dass die sexuelle Zufriedenheit des Mannes nach einer Vasektomie zunimmt. Dies ist vermutlich vor allem auf die fehlende Angst vor ungewollten Schwangerschaften zurück zu führen. Die Spermienproduktion findet weiterhin statt, die produzierten Samenzellen werden vom Körper abgebaut. Das Orgasmusgefühl wird durch die Operation nicht beeinträchtigt.

Lediglich die Menge des Ejakulates ändert sich etwas und wird minimal weniger. Dies ist jedoch für den Mann oder das Paar nicht spürbar, da die nun fehlenden Spermien nur einen geringen Anteil an der Gesamtmenge des Ejakulates haben. Der unveränderte Hauptteil des Ejakulates (90% – 95%) kommt aus der Prostata und den Samenblasen.

Komplikationen bzw. Risiken

Die Vasektomie ist risikoarm und Komplikationen sind selten. Um Komplikationen auf ein Minimum zu reduzieren, ist es ratsam, einen spezialisierten Urologen für die Durchführung zu wählen.

Mögliche Risiken einer Vasektomie sind bspw. Blutergüsse, Wundinfektionen, Druckgefühle (Hoden), Entzündungen (Nebenhoden), chronische Schmerzen im Bereich der Hoden (Post-Vasektomie-Schmerzsyndrom), Sperma-Granulome (kleine knotenartige Gewebeeinschlüsse von Samenzellen), das spätere Zusammenwachsen der Samenleiter oder seelische Probleme.

Einige Männer befürchten, dass eine Sterilisation das Risiko von Hodenkrebs erhöht. Hier konnte wissenschaftlich bisher kein Zusammenhang nachgewiesen werden. Auch das Thema Prostatakrebs wird in Verbindung mit dem Eingriff genannt. Dazu sind hier weitere Informationen zu finden: Vasektomie und Prostatakrebs

Hatten Männer zu einem früheren Zeitpunkt eine Leistenoperation oder gibt es Probleme im Lendenwirbelsäulen- oder Hodenbereich oder bestehen chronische Schmerzen, dann sollte der Urologe im persönlichen Beratungsgespräch darüber informiert werden.


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Die Webseite vasektomie-experten.de wurde zu Informationszwecken erstellt und ersetzt nicht die persönliche Beratung und Behandlung durch einen ausgebildeten Facharzt für Urologie.

Autor der Texte auf dem Portal:
Priv.-Doz. Dr. med. Tobias Engl - Facharzt für Urologie
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